RAL 1015 Ausgabe 1097


Liebe KollegInnen,

wir haben heute eine besondere Aufgabe, der man nicht so leicht entgegnet, ohne abgedroschen zu wirken. Trotz dieser "Gefahr" möchten wir es nicht versäumen, unserer Mitarbeiterin Marina (vielen liebevoll als der General bekannt) für ihre 25 Jahre, die sie am 13.November bei uns tätig ist, zu danken. Es gehört schon eine ganze Menge Durchstehvermögen dazu, daß die damals gerade Neunzehnjährige es so lange beim Würfelfunk ausgehalten hat. Sie h at nicht nur alle Veränderungen beim Würfelfunk mitgemacht, nein - sie hat sie teilweise initiiert, mindestens aber tatkräftig jede neue Idee, die sie für den Funk als gut ansah, tatkräftig unterstützt, und das bis auf den heutigen Tag. Loyalität zur Firma, ohne an Kritik für die jeweilige Geschäftsführung zu sparen, hat ihr den Ruf einer Kämpferin eingebracht, und auch die Kollegen wissen, wie es um sie steht, wenn sie ihnen androht: "Sie kommen in meine Suppe!"

Vielen Dank, Marina!

Es erreichten uns noch folgende Fragen der Kollegen zu den Inkassoblöcken, die wir hier noch einmal für alle beantworten möchten:

1. Fahrten, die mit AMEX, VISA, etc. ausgerufen werden, müssen von den Kollegen selber (per Ritsche-Ratsche oder elektronisch) abgerechnet werden.

2. Als Kreditkarten-Rechnungsfahrt ausgerufene Aufträge kann jeder Würfel mit Inkassoblock annehmen. Diese müssen beim Würfelfunk eingelöst werden, d.h. dürfen nicht selber (per Ritsche-Ratsche oder elektronisch) abgerechnet werden. Bitte achtet genau darauf, die Kartennummer und Gültigkeit korrekt zu notieren.

3. Bitte - wie auch bei allen anderen Rechnungsfahrten - die Rückmeldung des Fahrpreises nicht vergessen!

Frauen-Nacht-Taxi

Uns liegt ein Schreiben des Vekehrssenats vor, daß den eingereichten Tarifanträgen der Kollegen für den FNT-Tarif nicht entsprochen werden soll. Begründet wird dies hauptsächlich mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der nachdrücklichen Ablehnung durch beide Berliner Gewerbevertretungen.

Verschiedene Großfirmen - bei denen im übrigen schon seit Jahren die Frauen - und nur diese - des Nachts mit finanzieller Unterstützung des Betriebes fahren - haben schon bei uns angefragt und waren sehr enttäuscht über die Entscheidung des Verkehrssenats, die uns wieder einmal vor Augen führt, was freies Unternehmertun in diesem Lande und diesem Gewerbe zählt. Es gibt den Fahrtwunsch und es gibt die Unternehmer, die bereit wären, diese Fahrten zu rabattieren, aber die Bürokratie läßt beide nicht zusammen kommen.

Während die Verkehrsverwaltung an dem vermeintlich bewährten Ordnungsrahmen für Taxen festhält, obwohl selbst das PBefG mit der Experimentierklausel die Erprobung neuer Verkehrsarten wünscht, genehmigt gerade diese Verkehrsverwaltung Fahradrikschas auf dem Ku'damm. Diese haben nicht nur dem Taxi verbotene nach hinten wirkende Werbung, sondern blockieren nicht selten auch den Verkehr auf der Busspur, und zwar für Busse und Taxen!

Da muß doch die Frage gestellt werden, ob die Verkehrsverwaltung noch ausführendes Organ der Politik ist, denn zumindest in der Öffentlichkeit behaupten alle Parteien, für die Einführung eines FNT zu sein.

Bei Interesse kann eine Kopie des Ablehnungsschreibens bei uns im Büro abgeholt werden.

Euer Würfelfunk, Berlin, den 18.10.97

P.S. Und nicht vergessen: Am 6.November um 21:01 Uhr startet unsere Taxifete in der Kulturbrauerei mit den DJ´s Marusha & Mo ! (Eintritt mit P-Schein frei)

Funkkurse:

Jeden Donnerstag im Monat, 18:00 Uhr
Gneisenaustr. 113 in Kreuzberg



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